Minimalismus: Vom Luxus, Wenig zu besitzen (Teil 1)

eingetragen in: Mode & Lifestyle, TIPPS | 5





Seit einigen Jahren schon bin ich immer wieder phasenweise damit beschäftigt mich von altem Krempel zu befreien. Wer gerne verreist, kennt das bestimmt! Da ist man ein, zwei Wochen unterwegs, nur mit dem Nötigsten im Gepäck und darf feststellen, wie wenig man doch benötigt um sich glücklich und frei zu fühlen.

Zurück zu Hause angekommen spürt man direkt die bedrückende Enge all der Dinge, die man im Laufe seines Lebens so angesammelt hat. Und diese Dinge wollen ständig irgendetwas; das eine schreit repariere mich, das nächste klagt über zu viel Staub auf dem Rücken, das dritte möchte durchgeblättert werden und einige werden stinkig, wenn du sie nicht regelmäßig wäschst. Irgendwann fragst du dich, ob du eigentlich noch lebst oder nur noch Verwalter deiner Besitztümer bist.

Allein dieses Bild macht mir angst :-p (Foto via fashion-kitchen.com)
Allein dieses Bild macht mir Angst :-p (Foto via fashion-kitchen.com)

Natürlich gibt es immer noch sehr viele Menschen, die sich nach schnellen Autos, begehbaren Kleiderschränken oder kostbaren Bildersammlungen für die schlossgroßen Vierwände sehnen. Es gibt sie, die Teenies, die jeden Monat Tütenweise die neuesten Trends aus Textil-Discountern mit nach Hause schleppen.

Aber es gibt auch immer mehr Menschen, die sich bewusst dagegen entscheiden viel zu besitzen. Von Aspekten über den Schutz der Umwelt oder das nicht Unterstützen von schlechten Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter, bis hin zu ganz persönlichen Bedürfnissen die mit Zeit, Geld oder einem Freiheitsbedürfnis zu tun haben.

Besonders bei Kleidung ist mir immer wieder aufgefallen: weniger ist mehr. Die letzten Jahre habe ich meinen Kleiderschrank oft nach einem speziellem Prinzig ausgemistet. Danach habe ich festgestellt, dass Gefühl „Ich habe nix zum Anziehen“, obwohl der Kleiderschrank voll ist, verschwindet.

Ein Ort zum Durchatmen... (Foto via style-files.com)
Ein Ort zum Durchatmen… (Foto via style-files.com)

Und nach dem Ausmisten muss man sich mit der Frage beschäftigen wohin mit dem ganzen Kram? Dann wird einem in der Regel noch klarer, wie wichtig es ist Dinge bewusst zu kaufen und auf Qualität zu achten. Wer einmal auf einem Flohmarkt stand mit ausrangierter „Billigkleidung“, weiß, wie wenig sich der Weg zum Flohmarkt lohnt. Wer T-Shirts für 2€ kaufen will, der geht nicht auf den Flohmarkt, der geht direkt zum Discounter…

Da ich demnächst für eine sehr lange Zeit verreisen möchte, mache ich mich jetzt schon auf den Weg, eine Minimalistin zu werden. In den nächsten Teilen dieser Serie möchte ich dir meine Methode zum Aussortieren von Kleidung zeigen, Ideen geben, wo die ausrangierten Teile landen könnten und mich dann einmal quer durch den Kleiderschrank arbeiten. In einer Woche gehen wir zB nur das Thema Schuhe an und in der nächsten dann Jacken usw. Es soll dabei aber nicht nur ums Ausmisten, Loslassen und Verzichten gehen, sondern auch ums „richtige“ Kaufen, tolle Marken, und das Finden vom eigenen Stil. Ich lade dich herzlich ein, diese Reise mit mir zu beginnen. Sozusagen Schritt für Schritt in ein einfacheres Leben. :-)

Ich freue mich wenn du dabei bist und natürlich bin ich gespannt auf deine Gedanken und Kommentare zu diesem Thema!

Liebe Grüße, deine
eliza

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5 Antworten

  1. Daniela
    | Antworten

    Hallo!
    Ich bin schon sehr gespannt auf deine Reihe!
    Beschäftige mich auch seit einiger Zeit mit dem Thema und kann dir nur Recht geben! Wir gehen oft wandern, übernachten auch gern am Berg. Da merkt man wirklich, was man zum Überleben braucht und was man selbst schon als Luxus betrachtet und daheim schon überlegt, ob man das wirklich mitnehmen muss.
    Ganz so wie auf dem zweiten Bild wird es bei mir zu Hause wahrscheinlich nie aussehen. Wenn zu wenig in der Wohnung ist, kommt mir das kalt und unpersönlich vor. Zuviel erdrückt mich aber auch. Ein Mittelweg, wie überall sonst halt auch, wird es wohl werden…

    LG

    • Eliza
      | Antworten

      Hallo Daniela,
      ich denke auch ein Mittelweg ist vernünftig. Wenn man kreativ ist, braucht man ja schon so einige Utensilien… Ich bin gespannt wo die Reise endet :-)
      Liebe Grüße!

  2. birgit
    | Antworten

    Hm, ich stehe auch oft hilflos vor meinen – zugegeben – doch recht vielen Sachen, die ich – aus Platzmangel – auch nicht richtig sortieren bzw in den Griff bekommen kann. Und trotz vieler Anläufe schaffe ich es nicht so recht minimalistisch zu werden, obwohl ich mir das eigentlich wünschen würde. Einfach paradox, ich befürchte, es steckt zuviel Sammlerin (könnte ich ja nochmal brauchen) in mir…

    • Eliza
      | Antworten

      Hallo Birgit,
      diese Gedanken kenne ich sehr gut! Als Kreativer kann man ja tatsächlich aus fast allem noch etwas Schönes machen… die Frage ist, ob Projekte, die zB seit 6 Jahren darauf warten vollendet zu werden, einen am Ende so glücklich machen, wie der Platz den sie freigeben würden.
      Liebe Grüße!

  3. […] du die ersten Teile noch nicht gelesen hast, findest du sie hier: Minimalismus: Vom Luxus, Wenig zu besitzen (Teil 1), Minimalismus: Aller Anfang ist schwer, fangen wir klein an! (Teil 2), Minimalismus: So mistest du […]

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