Step up your Näh-Game! Etiketten für deine Werke

Wenn du schon länger nähst, kommst du in der Regel irgendwann an einen Punkt, an dem du dich fragst, ob du deine selbst gemachten Stücke auch verkaufen kannst. Heute gibt es viele Möglichkeiten, Handgemachtes unter die Leute zu bringen. Es gibt Onlinemärkte wie DaWanda und Etsy oder regionale Designmärkte, wo man sich als Kreativer einen Stand mieten kann. Um deine Produkte für den Verkauf zu professionalisieren, kannst du Einiges tun!

Du hast ein schönes Produkt, es ist toll genäht und kommt super an? Dann lass deine Kunden wissen wer es gemacht hat, indem du ein kleines Label einnähst. Auf diese Weise kann der glückliche neue Besitzer jederzeit nachvollziehen, von wem er sein Schätzchen bekommen hat. Diese Labels kann man schon in kleinen Stückzahlen produzieren lassen, kosten nicht viel und werten jedes selbst gemachte Teil auf.

Namensbänder Beispiele

*Webetiketten von Namensbänder.de (Mit den Code: DIY0916 bekommst du 10% Rabatt)

Das ist für dich ein alter Hut und du hast schon lange deine eigenen Etiketten? Dann geh doch noch einen Schritt weiter mit professionellen Pflegeetiketten. Ich habe für meine eigenen Produkte, selbst, länger nach ganz bestimmten Pflegeetiketten gesucht und zwar nach den Satinetiketten, die man aus gekaufter Kleidung kennt. Es gibt in Deutschland (bzw Europa) auch eine Textilkennzeichnungsverordnung, nach der Kunden darüber informiert werden müssen, aus welchen Textilien ein Produkt besteht. Diese Kennzeichnung muss am Produkt angebracht oder aufgedruckt sein. Nun ja… man muss sagen: wo kein Kläger, da kein Angeklagter. Wenn du etwas Handgemachtes auf einem Markt verkaufst, wird der Kunde dich sicherlich nicht anzeigen, wenn du kein Pflegeetikett vernäht hast. Aber natürlich kennt man es selbst, da kauft man etwas und wenn man es waschen möchte, ist man sehr froh über die Information wie man sein Teil zu pflegen hat. Es ist also vorallem ein großes Stück an Kundenservice, dass du deinen Kunden mit Pflegeetiketten bieten kannst.

Die Pflegeetiketten von Namensbänder.de können schon ab einer Menge von 30Stück bestellt werden und lassen sich online über einen Konfigurator personalisieren. Ich finde die Satin-Etiketten wirken am professionellsten, aber es gibt auch ein Angebot an gewebten Pflegeetiketten.

Namensbänder Pflegeetiketten

Satinetiketten Konfigurator

*Satin-Pflegeetiketten und der Konfiguratior von Namendbänder.de (Mit den Code: DIY0916 bekommst du 10% Rabatt)

Wenn du deine Produkte richtig kennzeichnen möchtest, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Die Textilkennzeichnungsverordnung ist natürlich sehr bürokratisch und endlos lang. Damit du dich nicht durch das komplette Gesetz durchkämpfen musst, habe ich mal die wichtigsten Punkte für dich herausgesucht.

Welche Produkte müssen gekennzeichnet werden?

Produkte die zu mindestens 80% aus Textilien bestehen unterliegen der Kennzeichnungspflicht.

Wie müssen die Produkte gekennzeichnet werden?

Die Kennzeichnung muss fest am Produkt angebracht oder aufgedruckt sein (ein Papierschild zB reicht nicht aus). Die Verschiedenen Fasern müssen mit vollständigem und richtigem Namen erscheinen. Wenn das Produkt aus mehrern Fasern besteht, müssen alle genannt und in prozentual, absteigender Reihenfolge aufgelistet werden. zB so:

80% Baumwolle

15% Leinen

5% Viskose

Das Herkunftsland, sowie Wasch- und Bügelsymbole oder allgemeine Pflegehinweise müssen nicht angegeben werden. Diese Informationen sind lediglich ein netter extra Service für die Kunden.

Was gilt für internationale Verkäufe?

Alle Produkte, die in anders sprachige Länder verkauft werden, müßten streng genommen eine Kennzeichnung in der Sprache des Kunden enthalten! Verkaufst du deine Produkt zB nach Amerika, müssen die Textilien auch auf english gekennzeichnet sein.

Gibt es Ausnahmen?

Ja und ob! Diese sind wahrscheinlich für viele von euch auch relevant.

Textilerzeugnisse, für die keine Etikettierung oder Kennzeichnung vorgeschrieben ist:
1. Hemdsärmelhalter
2. Armbänder für Uhren, aus Spinnstoffen
3. Etiketten und Abzeichen
4. Polstergriffe, aus Spinnstoffen
5. Kaffeewärmer
6. Teewärmer
7. Schutzärmel
8. Muffe, nicht aus Plüsch
9. Künstliche Blumen
10. Nadelkissen
11. Bemalte Leinwand
12. Textilerzeugnisse für Verstärkungen und Versteifungen
13. Gebrauchte, konfektionierte Textilerzeugnisse, sofern sie ausdrücklich als solche bezeichnet sind
14. Gamaschen
15. Verpackungsmaterial, nicht neu und als solches verkauft
16. [Leder und Sattlerwaren, aus Spinnstoffen – wurde berichtigt (s.o.) in:] Täschner- und Sattlerwaren, aus Spinnstoffen
17. Reiseartikel, aus Spinnstoffen
18. Fertige oder noch fertigzustellende handgestickte Tapisserien und Material zu ihrer Herstellung, einschliesslich Handstickgarne, die getrennt vom Grundmaterial zum Verkauf angeboten werden und speziell zur Verwendung für solche Tapisserien aufgemacht sind
19. Reißverschlüsse
20. Mit Textilien überzogene Knöpfe und Schnallen
21. Buchhüllen aus Spinnstoffen
22. Spielzeug
23. Textile Teile von Schuhwaren
24. Deckchen aus mehreren Bestandteilen mit einer Oberfläche von weniger als 500 cm⊃2;
25. Topflappen und Topfhandschuhe
26. Eierwärmer
27. Kosmetiktäschchen
28. Tabakbeutel aus Gewebe
29. Futterale bzw. Etuis für Brillen, Zigaretten und Zigarren, Feuerzeuge und Kämme, aus Gewebe
30. Hüllen für Mobiltelefone und tragbare Medienabspielgeräte mit einer Oberfläche von höchstens 160 cm⊃2;
31. Schutzartikel für den Sport, ausgenommen Handschuhe
32. Toilettenbeutel
33. Schuhputzbeutel
34. Bestattungsartikel
35. Einwegerzeugnisse, ausgenommen Watte

40. Segel
41. Textilwaren für Tiere
42. Fahnen und Banner

Müssen wirklich alle Bestandteile meines Produkts genannt werden?

Nein. Nicht genannt werden müssen zB folgende „Zutaten“:

Nicht textile Teile, Webkanten, Etiketten und Abzeichen, Bordüren und Besatz, die nicht Bestandteil des Erzeugnisses sind, mit Textilien überzogene Knöpfe und Schnallen, Zubehör, Schmuckbesatz, nichtelastische Bänder, an bestimmten, eng begrenzten Stellen eingearbeitete elastische Fäden und Bänder.. Fasern rein dekorativer Funktion…

Ich hoffe diese kleine Übersicht hilft dir weiter. Schreib mir doch mal in die Kommentare ob du deine selbst gemachten Teile auch verkaufst und ob du schon Pflegeetiketten verwendest.

Liebe Grüße, deine
eliza

*Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Namensbänder.de entstanden, vielen Dank!

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3 Antworten

  1. Catharina
    | Antworten

    Hallo Eliza!
    Vielen lieben Dank für diese Übersicht. Das hilft mir gerade sehr!
    Es ist schon ein echter Bürokratie-Dschungel bis man selbstgenähte Sachen verkaufen kann… :-)
    Die Satinetiketten gefallen mir ja auch, vielleicht besorge ich sie mir noch.
    Viele Grüße,
    Catharina

  2. Antje
    | Antworten

    Danke für den tollen Beitrag. Eine Freundin von mir näht auch und fragte mich neulich erst, wie man die Sachen am besten vermarkten könne. Ich werde ihr diesen Blog weiterempfehlen. Gruß Antje

  3. Laurie Mmm
    | Antworten

    Wie super! Ich überlege schon länger mir Labels für meine Kleidung die ich nähe zu besorgen und wusste bisher nicht wo. Auf namensbaender.de bin ich schon gestoßen. Da werde ich jetzt wohl auch bestellen :) DANKE
    Liebe Grüße :)

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